China und Indien am Ukraine-Treffen?

Laut Aussenminister Cassis könnten China oder Indien am Ukraine-Treffen im Juni teilnehmen.
KEYSTONE/Georgios Kefalas Laut Aussenminister Cassis könnten China oder Indien am Ukraine-Treffen im Juni teilnehmen.

Am Ukraine-Treffen auf dem Bürgenstock könnten auch grosse Länder teilnehmen, welche mit Russland Beziehungen pflegen. Dies erklärte Aussenminister Ignazio Cassis gegenüber SRF. Als Beispiele nannte er China und Indien.

«Hätten wir hier nicht positive Signale, dann hätten wir wahrscheinlich die Konferenz nicht organisiert,» so Cassis. Man habe immer gesagt, die Konferenz mache erst Sinn, wenn sie breit angelegt sei.

Weiter sagte Cassis, dass die russische Botschaft bereits im Februar und im April auf eine Einladung geantwortet habe, die gar noch nicht geschickt worden sei, und zwar eine negative Antwort.

SRG meldet für das letzte Jahr Gewinn

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG schreibt 2023 einen operativen Gewinn.
KEYSTONE/Gian Ehrenzeller Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG schreibt 2023 einen operativen Gewinn.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG verzeichnet für das letzte Jahr ein finanzielles Plus. Unter dem Strich bleibt ein operativer Gewinn von 2,2 Millionen Franken.

Das Ergebnis sei auf eine vorausschauende Finanzplanung zurückzuführen, schreibt die SRG. Erreicht worden sei es trotz sinkender kommerzieller Einnahmen. Denn bei der Werbung und dem Sponsoring sei der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr um knapp 29 Millionen Franken zurückgegangen.

Stabil geblieben seien derweil die Marktanteile der Sender der SRG. Dies, obwohl im letzten Jahr Grossanlässe im Sport gefehlt hätten.

Kantone wollen personalisierte Tickets

In den Fankurven sorgen die Pläne für personalisierte Tickets immer wieder für Kritik.
KEYSTONE/Ennio Leanza (Archivbild 2021) In den Fankurven sorgen die Pläne für personalisierte Tickets immer wieder für Kritik.

Die Kantone wollen im Kampf gegen Fangewalt personalisierte Tickets einführen. Dafür braucht es eine Revision des Hooligan-Konkordates. Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren KKJPD hat am Freitag beschlossen, das Vorhaben einzuleiten.

Das personalisierte Ticket stelle ein wichtiges zusätzliches Instrument bei der Verfolgung von Einzeltätern dar, teilt die KKJPD mit.

Über die tatsächliche Einführung der personalisierten Tickets werden schlussendlich die Bewilligungsbehörden in den Städten und Kantonen entscheiden. Dies auch auf der Basis eines revidierten Konkordates.

Afghanin zu Recht ohne Visum

Einer aus Afghanistan stammenden Witwe ist zu Recht kein humanitäres Visum   erteilt worden, weil sie nicht einer grösseren Gefährdung ausgesetzt ist als der Rest der Bevölkerung. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

Für die Erteilung eines humanitären  Visums muss eine Person unmittelbar, ernsthaft und konkret an Leib und Leben gefährdet sein. Eine hypothetische   Gefahr reicht nicht aus, wie das Bundesverwaltungsgericht begründet.

Die Frau hatte bei der Schweizer Botschaft in Pakistan um ein Visum für sich, ihre zwei Töchter und den minderjährigen Sohn ersucht. Sie erzählte, die Taliban hätten ihr Drohbriefe geschickt und ihr Haus angezündet.

Diane Kruger: Routinen bei Liebesszenen

Die Schauspielerin Diana Kruger hat in einem Interview über den Dreh von Liebesszenen gesprochen.
AP Photo/Aurelien Morissard (Archiv) Die Schauspielerin Diana Kruger hat in einem Interview über den Dreh von Liebesszenen gesprochen.

Die deutsch-französische Schauspielerin Diane Kruger hat beim Dreh von körperlich intimen Szenen eine Routine entwickelt.

Sie habe schnell gelernt, dass man bei Liebesszenen «nicht hundertprozentig Gas geben» müsse, damit es echt aussieht, sagte die 47-Jährige der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Kruger, die aus der niedersächsischen Gemeinde Algermissen stammt, ergänzte, dass sie «generell nicht so der Fan von Sexszenen im Film» sei.

Aktuell ist sie im Erotikthriller   «Visions» von Yann Gozlan zu sehen, der seit Freitag im Handel erhältlich ist.

Angriff Irans eher unwahrscheinlich

Seit dem Angriff auf die iranische Botschaft in Syrien droht Iran mit einem Vergeltungsschlag auf Israel. Katharina Willinger, Korrespondentin der ARD unter anderem für Iran, glaubt vorerst nicht, dass es einen direkten Angriff der Iraner geben auf israelisches Staatsgebiet gibt, wie sie gegenüber Radio SRF sagt.

Ausschliessen könne man es aber nie komplett. Trotzdem: «Das Eskalationsrisiko ist für Iran einfach zu gross.» In einem solchen Fall würden nämlich auch die USA in den Konflikt hineingezogen, so Willinger.

Die USA hatten diese Wochen gesagt, dass sie Israel im Fall eines iranischen Angriffs beistehen würden.

Frankreich warnt vor Nahost-Reisen

Die französische Regierung warnt vor der Gefahr einer Gewalteskalation im Nahen Osten und empfiehlt darum, in den kommenden Tagen nicht nach Iran, Libanon, Israel und die palästinensischen Gebiete zu reisen.

Bis auf Weiteres dürfen französische Beamte nicht auf Missionen in diese Länder geschickt werden. Die Familien von französischen Diplomaten müssen aus dem Iran zurückkehren.

Grund für die angespannte Lage ist ein Angriff auf die iranische Botschaft in Syrien vor anderthalb Wochen. Dabei wurden zwei hochrangige Offiziere der iranischen Streitkräfte getötet. Iran macht Israel dafür verantwortlich und hat mit Vergeltung gedroht.

Bezahlkarte statt Geld für Asylsuchende

Mit einer Bezahlkarte wie diesem Beispiel aus Hamburg sollen Asylsuchende künftig bezahlen.
DPA/Marcus Brandt (Symbolbild) Mit einer Bezahlkarte wie diesem Beispiel aus Hamburg sollen Asylsuchende künftig bezahlen.

Geflüchtete und Asylsuchende erhalten in Deutschland künftig kein Bargeld mehr für kleine Einkäufe im Alltag, sondern eine Bezahlkarte. Das hat das deutsche Parlament entschieden.

Die staatlichen Unterstützungsbeiträge werden als Guthaben auf diese Karte geladen. Damit soll verhindert werden, dass Migrantinnen und Migranten Geld ins Ausland überweisen, etwa an ihre Familie oder an Schleuser, denen sie noch Geld schulden.

Auf die Einführung einer Bezahlkarte für Asylsuchende hatten sich Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Bundesländer schon letzten Herbst grundsätzlich geeinigt.