Césars mit Schweizer Beteiligung

Vier Schweizer Co-Produktionen sind für einen César, den französischen Filmpreis, nominiert.

Am Film «La voie royale» war unter anderem das Westschweizer Fernsehen RTS beteiligt. Der Film wurde auch in mehreren Kategorien für den Schweizer Filmpreis 2024 nominiert. Für einen César als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert ist die Zürcherin und Pariserin Ella Rumpf, die im Film «Le théorème de Marguerite» die Rolle der Marguerite spielt. Auch der Kurzfilm «Les silencieux» und der Animationsfilm «Verboten für Hunde und Italiener» mit Schweizer Beteiligung sind nominiert.

Die 49. César-Verleihung findet am 23. Februar in Paris statt.

Scorsese für Lebenswerk ausgezeichnet

Martin Scorsese posiert mit dem Goldenen Ehrenbären für die Kamera.
Keystone/Clemens Bilan Martin Scorsese posiert mit dem Goldenen Ehrenbären für die Kamera.

Der US-amerikanische Filmemacher Martin Scorsese ist an der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. 

Der 81-jährige Martin Scorsese gilt als einer der berühmtesten Regisseure der Welt. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Taxi Driver, Good Fellas oder der Film Departed. Für letzteren wurde Scorsese 2007 mit einem Oscar ausgezeichnet. 

Die Laudatio hielt der deutsche Filmemacher Wim Wenders. Wenders sagte, Scorsese habe mit seinen Filmen aus mehr als einem halben Jahrhundert ein Markenzeichen entwickelt. Und er habe immer für seine Unabhängigkeit und seine künstlerischen Ideen gekämpft. 

Millionen Aufrufe für spanischen Film

Regisseur Juan Antonio Bayona wurde beim Goya Award für die beste Regie ausgezeichnet.
Keystone/Mariscal Regisseur Juan Antonio Bayona wurde beim Goya Award für die beste Regie ausgezeichnet.

Der spanische Überlebensthriller und Oscar-Kandidat «Die Schneegesellschaft» schickt sich weiter an, der beliebteste nicht-englischsprachige Film des Streamingdienstes Netflix zu werden. 

Seit seiner Veröffentlichung Anfang Januar wurde der zweieinhalbstündige Thriller schon über 89 Millionen Mal aufgerufen, wie Netflix mitteilte. In dem Film geht es um die Ereignisse nach einem Flugzeugabsturz 1972 in den Anden. Die Überlebenden beginnen in der Kälte, von den im Eis konservierten Leichen zu essen. 

Die 96. Verleihung der Oscars findet am 10. März in Los Angeles statt. 

Beatles-Kinofilme geplant

Beatles-Mural in Liverpool.
Keystone-SDA/EPA/Peter Powell Beatles-Mural in Liverpool.

Oscar-Preisträger Sam Mendes will die Geschichte der Beatles mit vier Spielfilmen würdigen. Sony Pictures Entertainment und die Produktionsfirma des britischen Regisseurs, Neal Street Productions, gaben das Projekt am Dienstag bekannt.

Paul McCartney und Ringo Starr sowie die Familien der verstorbenen John Lennon und George Harrison räumten die Drehrechte ein, wie es in der Mitteilung hiess. Der Kinostart ist für 2027 geplant.

Mendes, der unter anderem die James-Bond-Filme «Skyfall» und «Spectre» inszenierte, will die verschiedenen Filme jeweils aus der Sicht eines der vier Musiker erzählen.

Rolling Stones mit Livesongs auf Vinyl

Die Rolling Stones bei ihrem Auftritt im Oktober 2023 in New York.
Keystone/Evan Agostini Die Rolling Stones bei ihrem Auftritt im Oktober 2023 in New York.

Zum diesjährigen Record Store Day erscheinen am 20. April verschiedene neue LP, die nur in den teilnehmenden Läden erhältlich sind.

Darunter sind in diesem Jahr Liveaufnahmen der Rolling Stones. Sie stammen aus dem vergangenen Herbst, als die Stones ihr Album «Hackney Diamonds» mit einem Konzert in New York vorstellten. Von John Lennon sollen zwei «Mind-Games»-EP erscheinen. Eine davon leuchtet in der Nacht. Musikerinnen und Musiker aus der Schweiz veröffentlichen laut Mitteilung ebenfalls spezielle Titel.

Den Record Store Day gibt es seit 2007, ursprünglich als Initiative unabhängiger Plattenläden. Aus der Schweiz sind in diesem Jahr rund 30 Läden dabei.

Unterstützung für junge Musiktalente

Orchester sind laut Kanton auf gut ausgebildete Nachwuchstalente angewiesen.
Keystone/Karl Mathis (Archiv) Orchester sind laut Kanton auf gut ausgebildete Nachwuchstalente angewiesen.

Der Kanton Luzern hat die Aufnahme in das Begabtenförderungsprogramm «Junge Talente Musik» des Bundes geschafft. Dadurch erhält er zusätzliches Geld für die musikalische Talentförderung.

Von der Förderung profitieren könnten Kinder und Jugendliche bis zum 25. Altersjahr, teilt der Kanton mit. Die Talente würden im Musik- und Schulunterricht oder im ausserschulischen Umfeld erkannt. Die Kompetenzen würden nach nationalen Bewertungsmassstäben beurteilt.

Um im Programm aufgenommen zu werden, habe der Kanton beispielsweise die Strukturen der Talentförderung angepasst. Bisher hätten sieben Kantone das Begabtenförderungsprogramm umgesetzt.

37. Euro-Filmpreis kommt nach Luzern

Dieses Jahr werden die Europäischen Filmpreise im KKL in Luzern vergeben.
KEYSTONE/GAETAN BALLY (SYMBOLBILD) Dieses Jahr werden die Europäischen Filmpreise im KKL in Luzern vergeben.

Erstmals werden die Europäischen Filmpreise in der Schweiz verliehen. Die Veranstaltung findet am 7. Dezember im Kultur- und Kongresszentrum KKL in Luzern statt, wie das Bundesamt für Kultur mitteilte.

Die Preise werden seit 1988 von der Europäischen Filmakademie mit Sitz in Berlin verliehen. Dort findet der Anlass alle zwei Jahre statt. In den übrigen Jahren sind andere Städte in ganz Europa an der Reihe. Vor diesem Hintergrund werden die 37. Europäischen Filmpreise in Luzern vergeben.

In der Vergangenheit sind bereits mehrere Auszeichnungen in die Schweiz gegangen, so etwa 2016 an Claude Barras für «Ma vie de Courgette».

Sieben Auszeichnungen für «Oppenheimer»

Cillian Murphy freute sich über die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in «Oppenheimer».
Reuters/Hollie Adams Cillian Murphy freute sich über die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in «Oppenheimer».

An der 77. Verleihung der British Academy Film Awards am Sonntag in London hat «Oppenheimer» sieben Auszeichnungen erzielt.

Christopher Nolans Film über den Entwickler der Atombombe wurde unter anderem für den besten Film, den besten männlichen Hauptdarsteller und die beste Regie ausgezeichnet. Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an Emma Stone für ihre Rolle in der Komödie «Poor Things». Den Preis für den besten Dokumentarfilm gewann Mstyslav Chernovs «20 Days in Mariupol».

Nebst «Oppenheimer» waren «Poor Things», «Anatomie eines Falls», «The Holdovers» sowie «Killers of the Flower Moon» als bester Film nominiert.